Schon bevor wir unseren Urlaub angetreten haben, habe ich mich gefragt: Kann oder darf man im Urlaub bloggen? Darf man sich kurz zurückziehen, um einen Beitrag zu gestalten?
Was sagt ihr dazu? Ich sage – JA. Ja, man darf. Ja, man soll sogar bloggen. Wieso?! Einerseits gibt es so viele Eindrücke, die ich gerne mit euch teilen möchte => Hinweis: verenakocht auf Snapchat verfolgen und den ganzen Tag live dabei sein!!! Andererseits sammle ich gerade in dieser Zeit jede Menge Ideen. Der Geist ist entspannt. Wir mittlerweile super relaxt. Wir genießen die Zeit in vollen Zügen. Gemeinsam. R. & ich & B. und ihre Freundin L. Wir nutzen unsere Qualitätszeit. Nur wir alleine. Gemeinsam & doch auch Zeit für sich selber. 🙂
B. & L. kichern den ganzen Tag, surfen sich durch den Tag (am Brett, nicht durchs Internet). So verbringen wir gemeinsam die Tage. An den Abenden sind die Kids meist vollkommen erledigt und retten sich in ihr Zimmer. Um den Abend mit Videos und jeder Menge Kichern (und Chips und Gummischlangen und … 🙁 ) ausklingen zu lassen. Easy. Schön. Gemütlich. Familiär. Großartig! Ich liebe diese Zeit!
So auch gestern. Die Kids sind nach einer super aufregenden Dünen-Wanderung durchs Gebiet des Ellenbogens ziemlich erledigt. Es wurde fröhlich gequietscht, weil sich plötzlich eine Krabbe vor den Zehen bewegte. Es wurden Muscheln gesammelt. Da leicht stürmisch, mussten wir uns alle wie die Reisenden Riesen gegen den Wind stemmen. Belohnt wurden wir anschließend in List – mit dem leckersten Matjes-Brötchen ever, seit es Matjes-Brötchen gibt! L., die eigentlich keinen Fisch mag bzw. mochte, futtert mittlerweile auch mit großer Begeisterung Fisch-Brötchen!
Jetzt ist es aber an der Zeit, um mit euch ein Rezept für köstliches Marillen Chutney zu teilen. Entstanden, weil ich noch jede Menge Marillen geliefert bekommen habe. Zwei Tage vor unserem Urlaub. Obwohl nicht bestellt. Schöne, reife Marillen. Ein Teil wurde für Marillenknödeln eingefroren. Und der Rest – der wurde zu herrlichem Chutney verarbeitet und in Gläser gefüllt. Dank meinem Thermomix war die Zubereitung auch keine sonderliche Hexerei!
Marillen Chutney passt wunderbar zu Gegrilltem – oder auch als kleines Mitbringsel für die Grillparty.
Zutaten:
- 1 Knollen-Knoblauch
- 3 große Zwiebeln
- 2 Kapseln Kardamom
- 30 Gramm Ingwer
- 1 Kilogramm Marillen – je reifer, desto besser
- 2 TL Salz
- 125 ml Weißweinessig
- 1 TL Kurkuma
- 300 Gramm Bio-Rohrzucker
- ½ TL Zimt
- 100 ml Balsamico-Essig
- 125 ml Rotwein
Zubereitungszeit: circa 30 – 40 Minuten
Schwierigkeitsgrad: mittel
Zubereitung:

Marillen waschen, mit Küchenkrepp abtrocknen, halbieren und entkernen. Zwiebeln & Knoblauch schälen und halbieren. Ingwer schälen und in grobe Stücke schneiden.
Die Hälfte der Marillen für 2 Sekunden auf Stufe 5 zerkleinern. Vorgang mit der 2. Hälfte der Früchte wiederholen. Gehacktes Obst in einen Teller umfüllen.
Mix-Topf NICHT auswaschen! Knoblauch, Zwiebeln, Kardamom und Ingwer in den Topf geben und alles für 5 Sekunden auf Stufe 5 zerkleinern. Zutaten mit einem Spatel nach unten schieben und Marillen, Salz, Weißweinessig & Kurkuma für 10 Minuten auf Varoma, Stufe 2 garen. Zucker, Zimt und Balsamico-Essig hinzufügen und für 18 Minuten bei 90°C auf Stufe 2 einkochen. Abschließend den Rotwein in das Chutney gießen und für 2 Minuten auf Stufe 2 rühren.

Marillen Chutney in ausgekochte Gläser füllen, fest verschließen und langsam abkühlen lassen.

Tipp:
Version scharf: zum Schluss 1 gehäuften TL Chiliflocken unterrühren (gemeinsam mit dem Rotwein).
Version anti-alkoholisch: Rotwein weglassen. 🙂
Chutney passt perfekt zu gegrilltem Lamm & Rind. Oder als kleine Häppchen auf getoastetem Baguette.