Bock auf Sauerteig?
Wir servieren euch ein weiteres Rezept für den Ansatz von Sauerteig!
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In diesem Posting könnt ihr erfahren, was ihr über die Pflege und Fütterung von Anstellgut wissen müsst, um einen aktiven und gesunden Sauerteig zu erhalten. Ob Anfänger oder bereits erfahren, hier findet ihr einfache und praktische Tipps, die euch helfen sollen, euer Anstellgut optimal zu betreuen und damit perfekten Sauerteig für eure Brote zu züchten.

Margareta hat das Rezept getestet und es als sehr gut empfunden!
Zutaten:
- 1. Tag:
- 20 Gramm Roggenmehl
- 20 Gramm Wasser
- 2. Tag:
- 20 Gramm Roggenmehl
- 20 Gramm Wasser
- 3. Tag:
- 30 Gramm Roggenmehl
- 30 Gramm Wasser
- 4. Tag:
- 30 Gramm Roggenmehl
- 30 Gramm Wasser
- 5. Tag:
- 30 Gramm Roggenmehl
- 30 Gramm Wasser
- 6. Tag:
- 30 Gramm Roggenmehl
- 30 Gramm Wasser
——————————————————————————————————————– - ein sauberes Glas mit Schraubverschluss, 360-400 ml maximales Fassungsvermögen
Zubereitungszeit: circa 5 Minuten tägliche Arbeitszeit
Schwierigkeitsgrad: sehr leicht
Zubereitung:
Am 1. Tag Roggenmehl & Wasser in ein Glas füllen und gut vermischen. Deckel drauf und nicht völlig verschließen. An einen warmen Ort stellen und 2x täglich durchrühren.

Am 2. Tag mit Mehl und Wasser „füttern“, durchmischen, an einem warmen Ort platzieren und 2x während des Tages durchrühren.

Am 3. Tag müsste es erste Anzeichen von Aktivität geben. Das Volumen sollte zugenommen haben und säuerlich riechen. Wieder mit Mehl & Wasser füttern, gut vermischen und weitere 2x durchrühren.

Am 4. Tag die Menge des Anstellguts um die Hälfte reduzieren (die Reste können z.B. für Palatschinken verwendet werden). Vom 4.-6. Tag Prozedere wiederholen.

Dieses Verfahren ist nur einmal notwendig. Danach könnt ihr das Anstellgut allmählich mit einer anderen Mehlsorte füttern, falls ihr keinen Roggen- oder Vollkornsauerteig wünscht. Da diese Mehlsorten jedoch besonders nährstoffreich sind, wird der Teig damit schneller sauer. Die Mikroorganismen sind hier besonders aktiv – man könnte sagen, sie feiern regelrecht eine Party. 🤭

Verdoppelt sich das Gemisch innerhalb von 24 Stunden, könnt ihr es entweder im Kühlschrank aufbewahren oder bereits früher füttern. Ein flacherer Brotlaib sollte euch nicht entmutigen – mit der Zeit wird der Sauerteig kräftiger.

Und was nun? Gebt eurem Anstellgut einen Namen – so fällt die Pflege leichter. Füttert es sechs bis zwölf Stunden vor dem Backen, um es aktiv zu halten. Durch frisches Mehl und Wasser verhindert ihr, dass es zu sauer wird, da die Mikroorganismen neue Nahrung erhalten. Ein gutes Fütterungsverhältnis ist 50 g Mehl und 40 g Wasser, bei Roggen- oder Vollkornmehl eher 1:1, da diese mehr Wasser binden. Roggensauerteig bleibt trotz des hohen Wasseranteils schaumig und nicht flüssig. Bewahrt euer Anstellgut im Kühlschrank auf und reduziert dabei die Wassermenge um 10–20 %. Je länger es ungenutzt bleibt, desto schwächer wird es, daher hilft eine regelmäßige Fütterung.

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Die Idee zu diesem Sauerteig Ansatz entstammt dem Kochbuch „Verrückt nach Sauerteig“ von Anita Šumer.
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